Welche Auswirkungen der technologische und digitale Fortschritt insbesondere am Arbeitsplatz auf den Menschen und seine Gesundheit hat, ist Gegenstand der Studie „Digitaler Stress in Deutschland“. Die Universität Augsburg und eine Projektgruppe des Fraunhofer Instituts haben untersucht, was digitalen Stress auslöst und welche Folgen er haben kann.  

Grundsätzlich handelt es sich bei digitalem Stress um ein Stresserleben bzw. ein Unwohlsein, dass Arbeitnehmer verspüren, weil sie zunehmend von digitalen Technologien umgeben sind. Dieses Stresserleben kann dabei ganz unterschiedlich aussehen. Das hängt vor allem damit zusammen, dass ganz unterschiedliche Faktoren den digitalen Stress beeinflussen können. Zu den Faktoren zählen unter anderem:  

  • (Technische) Komplexität: Komplexe Tools, Programme und Kommunikationskanäle können einschüchtern wirken.  Vor allem dann, wenn man selbst das Gefühl hat, für die Nutzung nicht ausreichend qualifiziert zu sein. 
  • Überflutung: Im Durchschnitt erhalten Arbeitnehmer pro Arbeitstag ca. 50 E-Mails sowie mehrere Messenger-Nachrichten. Das hat zur Folge, dass Mitarbeiter ca. alle 9 Minuten unterbrochen werden. Experimente belegen, dass es ca. 10 Minuten dauert, bis man die Unterbrechung verarbeitet und zur ursprünglichen Konzentration zurückgefunden hat. Die nächste E-Mail steht dann bereits in den Startlöchern. Viele haben dann das Gefühl überhaupt nicht mehr konzentriert arbeiten zu können und überfordert zu sein.
  • Jobunsicherheit: Digitaler Stress kann sich auch in einer generellen Angst vor einem Jobverlust äußern. Viele befürchten ihren Job aufgrund steigender Automatisierung oder an die jüngeren Kollegen zu verlieren.
  • Omnipräsenz: Auch das Gefühl immer erreichbar sein zu müssen kann digitalen Stress hervorrufen.

Die Studie zeigt weiterhin, dass mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer mit hohem digitalen Stress vermehrt unter Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen sowie allgemeiner Müdigkeit leiden. Eine der überraschendsten Erkenntnisse der Studie ist allerdings, dass insbesondere jüngere Arbeitnehmer von digitalem Stress betroffen sind. Menschen also, die mit Technik aufgewachsen sind und sich in der Regel gut damit auskennen.  

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