Gemäß einer Studie des HR-Softwareanbieters Talentsoft mangelt es Feedbackgesprächen häufig an Qualität. Im Zuge ihrer Recherche fanden sie heraus, dass fast die Hälfte aller befragten Beschäftigten aus ihren persönlichen Feedback-Gesprächen keine hilfreichen Erkenntnisse und ca. 19 Prozent nur wenige Erkenntnisse mitnehmen. Dabei sind Feedbackgespräche eigentlich genau hierauf ausgelegt. Neben dem regelmäßigen Austausch zwischen Mitarbeitenden und Führungskräfte, ist ein weiteres Ziel von Mitarbeitergesprächen diese dabei zu unterstützen das Beste aus sich herauszuholen. 

Die Studie, welche in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Appinio entstanden ist, hat sich mit der Fragestellung auseinandergesetzt was die Gründe für die mangelnde Qualität sein könnten. Wir haben die möglichen Gründe kurz zusammengefasst: 

22 Prozent der deutschlandweit 501 befragten Arbeitnehmer*innen nennen als möglichen Grund die mangelnde und häufig schlechte Vorbereitung der Führungskräfte. Darüber hinaus gaben nur 26 Prozent der Befragten an, dass digitale Tools verwendet wurden, um die Leistungen und Kompetenzen der Mitarbeitenden zentral zu erfassen und zu verfolgen. 

Ferner gaben die befragten Mitarbeitenden an, dass sie sehr viel Wert auf Fairness, konstruktive Kritik und Motivation legen. Führungskräfte sollten diese Aspekte also unbedingt in das nächste Mitarbeitergespräch einfließen lassen, um die Qualität dieser einerseits zu steigern und andererseits die Produktivität des Gegenübers positiv zu beeinflussen. 

Ein produktives Mitarbeitergespräch sollte drei konkrete Phasen umfassen und gut vorbereitet sein. Ist dem nicht so drohen Feedbackgespräche schnell  zum Zeitfresser zu werden. Damit das nicht passiert, hilft ein Überblick über die einzelnen Phasen nebst ihrer möglichen Inhalte.

Das Gespräch sollte zunächst mit einem kurzen Smalltalk eingeleitet werden, das lockert die Stimmung und sorgt für eine angenehme Gesprächsatmosphäre. 

Anschließend startet Phase 1, die sich mit der Analyse und Feedback befasst. In dieser sind folgende Aspekte zu thematisieren: 

  • Aktuelle Aufgaben 
  • Zufriedenheit 
  • Bisherige Erfolge 
  • Zielerreichung 
  • Kritikpunkte 

In Phase 2 geht es um eine konkrete Planung und Ziele. Mögliche Inhalte sind: 

  • (Angestrebte) Veränderungen 
  • Aufgabenplanung
  • Zielformulierung

In der letzten Phase, also Phase 3 sollten sowohl die Themen Perspektive und Entwicklung thematisiert werden. 

– Berufliche Perspektiven

– Persönliche Wünsche 

– Entwicklungsmöglichkeiten

– Förderung und Weiterbildung

Weitere Informationen zur Studie von Talentsoft gibt es auf den Seiten des Human Resource Managers https://www.humanresourcesmanager.de/news/talentsoft-studie-feedback-gespraechen-mangelt-es-haeufig-an-qualitaet.html. Weitere Tipps zur optimalen Vorbereitung und Führung von Feedbackgesprächen gibt es auf den Seiten der Karrierebibel: https://karrierebibel.de/feedbackgespraech/#Feedbackgespräch-Tipps-zur-Vorbereitung