Fachkräfte mit Berufsausbildung und -erfahrung haben andere Bedürfnisse und Anforderungen bei der Wahl des Arbeitgebers als Akademiker:innen. Obwohl die Mehrheit der Erwerbstätigen in Deutschland Fachkräfte sind, beschäftigen sich viele Theorien in der Praxis primär mit der akademischen Minderheit. Das Ergebnis: Immer wieder werden Leistungsversprechen – wie “flache Hierarchien”, “Karrieren in international führenden Unternehmen” und “Raum für Entwicklungspotential” – wiederholt, die besonders bei Akademiker:innen funktionieren, nicht jedoch bei Fachkräften mit oder ohne Berufsausbildung. Fachkräfte bevorzugen handfeste und konkrete Argumente, aber keine hohlen Phrasen oder austauschbare Sätze. 

Wer also Fachkräfte rekrutieren möchte, sollte auf folgende drei Argumente setzen und diese kommunizieren: 

  • Vermittlung von Sicherheit 

Für viele Fachkräfte in Deutschland steht der “sichere Arbeitsplatz” an erster Stelle der Kriterien bei der Wahl des Arbeitgebers. Unternehmen, die unbefristete Arbeitsverträge und geregelte Arbeitszeiten bieten, geringe Fluktuationen in der Belegschaft aufweisen oder in einer krisensicheren Branche agieren, sollten dies unbedingt kommunizieren. Ein weiteres unterschätztes Argument ist die “Pünktlichkeit der Gehaltszahlung”. Das mag für viele Arbeitgeber selbstverständlich klingen, für die meisten Fachkräfte ist es das aber nicht. 

  • Sinnhaftigkeit der Arbeit signalisieren

Einer sinnhaften Tätigkeit nachzugehen, wird bei Fachkräfte sehr hoch geschätzt. Neun von zehn Fachkräften finden es “eher wichtig” oder “sehr wichtig” einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen. Wer es als Arbeitgeber schafft, den Unternehmens-Purpose glaubhaft zu vermitteln, hat eine echte Chance sich von anderen Unternehmen abzusetzen und Fachkräfte auf sich aufmerksam zu machen. 

  • Positive Unternehmenskultur

Wie kaum eine andere Personengruppe legen Fachkräfte besonders viel Wert auf Teamzusammenhalt, eine gute Stimmung am Arbeitsplatz sowie ein nettes und offenes Miteinander mit den Kolleg:innen. An dieser Stelle können Arbeitgeber natürlich nur bedingt Einfluss nehmen, dennoch gibt es einige Möglichkeiten das Miteinander zu fördern – z. B. durch regelmäßige Teamevents oder Feiern. 

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